Seit Frühjahr 2018 definiert das Robert-Koch-Institut auch die Landkreise München, Starnberg und Weilheim-Schongau als FSME-Risikogebiete.

Bei allerdings überschaubarem Risiko:

– im LK München, 343 000 Einwohner, gab es seit 2008 4 FSME-Fälle (=0,4/Jahr)

– im LK Starnberg, 134 000 Einwohner, gab es seit 2003 9 FSME-Fälle (=0,6/Jahr)

– im LK Weilheim-Schongau, 134 000 Einwohner, gab es seit 2007 3 FSME-Fälle (darunter eine geimpfte Person, also wurden wohl Impfantikörper gemessen) = 0,3/Jahr.

Nur bei 52 % der übermittelten Erkrankungen wurde eine klassische FSME-Erkrankung  (Meningitis, Enzephalitis) angegeben. Es kommt also in diesen drei Landkreisen nur alle 3 – 6 Jahre zu einem schweren FSME-Fall – fast ausschließlich bei über 40jährigen Erwachsenen.

Das RKI empfiehlt trotzdem die FSME-Impfung für alle, die in einem „Risikogebiet“ wohnen. Die Nebenwirkungen der Impfung bzw. die Nutzen-Risiko-Abwägung werden dadbei völlig außer Acht gelassen:

Obwohl FSME-Impfstoffe innerhalb Deutschlands eine untergeordnete Rolle spielen, nehmen sie mit 13 Prozent aller Meldungen potenzieller Impfnebenwirkungen einen der vorderen Ränge ein. Von 2001 bis 2017 wurden 4317 mögliche Störwirkungen gemeldet, darunter 72 „bleibende Schäden“ und mehr als 1100 Beschwerden, die zum Zeitpunkt der Meldung „nicht wiederhergestellt“ waren – auch schwere neurologische Erkrankungen wie Lähmungen, Enzephalitis, Krampfanfälle oder Multiple Sklerose.

1208 Meldungen betrafen Kinder, unter anderem wegen Krampfanfällen, Koordinationsstörungen, Nervenlähmungen, Meningitis und Enzephalitis. 13 Todesfälle kamen zur Meldung, unter anderem wegen Lähmungen und Herzversagen.

Die Datenbank des arznei-telegramms verzeichnet bis zum Dezember 2017 insgesamt 529 Berichte zu Nebenwirkungen nach FSME-Impfungen, darunter zahlreiche neurologische, autoimmune und auch lebensbedrohliche Erkrankungen.