Die Gesundheitsämter spielen verrückt, was die Quarantänebestimmungen bezüglich Kinderkrankheiten angeht.  Ist ein Kind an Windpocken oder Mumps erkrankt, dürfen ungeimpfte Geschwisterkinder 16 Tage (= die mittlere Inkubationszeit) nicht den Kindergarten oder die Schule besuchen.

Die Maßnahmen beruhen auf einer Empfehlung der obersten Infektionsschutzbehörde, des Robert-Koch-Instituts. Das Gesundheitsamt erfährt allerdings nur dann von einer Krankheit, wenn sie gemeldet wird. Ärzte sind zur Meldung verpflichtet, Eltern nicht.

Den besten Schutz vor Windpocken oder Mumps im Erwachsenenalter bieten die Erkrankung in der Kindheit oder die Impfung vor der Pubertät.